Die GTS und das Motoröl

Ich habe eine Oberschale und eine Unterschale von einem Hartschaummodell ablaminiert. Das musste ich leider beim herausnehmen zerstören.
Dann eine Dichtung aus dickem Vlies geschnitten, mit Epoxiharz getränkt und beide Schalen zusammengesetzt. Hat gut funktioniert, nur ist das ganze 6mm höher geworden als das Modell. Ganz hinten, wo das Fass auf der Sitzbankstrebe aufliegt, habe ich den Boden noch mal rausschneiden und nachfeilen müsssen. Ursprünglich hatte das Modell 1,4l Volumen. Die Wandstärke und den Einfüllstutzen ab, die Auflage ganz hinten dazu bleiben vielleicht 1,2l . Genug um unterwegs einen ganzen Liter nach zu füllen und Gedankenlos eine 1000km Tour zu fahren.
Da jeder Kubikzentimer unter der Sitzbank ausgeschöpft ist, hat das Teil mehrere Belüftungsstummel. Entweder es gehen drei Schläuche mit Kapilarstopfen Rtg. Rücklicht, oder ein einzelner mit zwei T-Stücken. Weiß ich noch nicht.
Wenn einer, dann gibt es ein Magnetventil für Kettenöler an der Belüftung und eines am Auslauf.

Anschließend konnte ich mich der Elektrifizierung widmen. Ausnahmsweise mal nicht Hau-Ruck, so dass bei längerem Nachdenken einem immer mehr Unwägbarkeiten einfallen, die die Entscheidungen zugunsten der Perfektion nur erschweren. Vlt. sollte man auf Perfektion verzichten...

480
Das ist der Öltank mit der nötigen Belüftung. Funzt gut, es passen tatsachlich 1,25l hinein. Leerzeit ca. 90sec.


Das ist das Kettenölerventil rd. 15 Okken. funzt sehr gut. Der Ölstandschalter des Mopeds wirkt übrigens serienmäßig schon auf ein Relais, welches das Signal verkehrt und auf die Kontrolleuchte und das Anlasserabschaltrelais schickt. Ölmangel > Kontrolleuchte an > Anlasser dreht nicht > Ölventil öffnet. Es hat leider nur einen Durchlass von 12qmm.


Das ist der zweite Öleinfüllverschluss des FZR Motors. Er sitzt über dem Motorgehäuse und hat ein normales Gewinde. Ich habe ein Loch rein gebohrt auf 9,95 aufgrieben und ein 10er Alurohr eingeklopft. Das schöne: über dem Verschluß ist reichlich Platz für Magnetventil und Schläuche.


Da ist die Öffnung im Motor für den zweiten Verschluss.


Das Arrangement. Ich hatte zunächst nicht vor, das Ventil in Motornähe zu platzieren, deshalb hatte ich zu wenig hitzefesten Schlauch. Nu is thermisch und von der Bad Vibration her gut entkoppelt. Rechts im Bild der Schnuddel wird als Passung einfach in den Hals des Einfülldeckels gesteckt. Funzt.Das Lautsprecherkabel wurde nach dme probelauf durch etwas ordentliches ersetzt.


Das Ventil hätte senkrecht besser gesteckt, aber ich wollte das maximale Gefälle vom Tank zum Ventil.

Wenn keine Luft im Schlauch ist, laufen etwa 30 Kubikzentimeter pro min durch dat Pentil. In 6-7min also die typische Nachfüllmenge. Bei mir ist es leider so, dass bei Ölstand Mitte Auge das Lämpchen angeht. Nach Yam Handbuch ist das die optimale Füllstandmenge.
Mehr Tempo bekäme ich mit einem 12V Aquariumsbelüfter, der am Belüftungsschlauch gleichzeitig mit dem Relais angeht. Bringt ungefähr den dreifachen Durchfluss. Kann ich jetzt leicht nachrüsten. Die richtige Menge ohne autom. Betätigung: Mit einem VW Vorglührelais müsste es mit Handtaste klappen. Das glüht 3min vor und 3min nach und kost gebraucht nicht viel.

Der Füllstandschalter im Motor schaltet ein Relais, was wiederum die Magnetventile und das Kontrolllämpchen anschaltet. Auf die Weise sieht man, wenn das Ventil offen ist. Daneben brauchts einen manuellen Taster für alle Fälle und beim Nachkippen zum Beispiel.

Im Prinzip genügt aber ein Magnetschalter und ein Taster.

Das Öl ergießt sich in einen Durchlauf-Schlauchfilter und dann in den Schlauch der Motorentlüftung. Der ist bei mir vom Lufi abgezogen und hat stattdessen oben ein Schlaufe gegen Raussabbern.

Soweit so gut.

Ich mache mal bessere Fotos beim Zusammenbau. Gestern bei der Anprobe ging auf einmal die Sitzbank nicht mehr zu. Der Boden war zu dick geworden.

nach oben



Die Alternative - für weniger durstige Motoren

Es wird nicht viele FZR oder GTS Gespanne geben, aber wer's nicht kennt: der FZR Motor nimmt sich in der Gusskolbenversion etwa 0,5 - 0,75l Öl auf 1000km. Im Vollastbereich auf der Bahn ist das nun mal eher 1Kubik pro Kilometer, aber wer fährt den FZR Moder schon im Vollastbereich ausser ich? Das gemeine ist: Einfüllstutzen und Schauglas sitzen rechts unten und der geringe Regelbereich des Schwimmerschalters. Macht die Leute nervös, mich anfangs auch, sagt aber nicht viel über den Ölverbrauch aus. Dummerweise legt er sogar die Elektronik lahm, wenn beim Starten schon Ölmangel gemeldet wird. Sicher ist sicher. Die Alternative wäre überfüllen, wird gern gemacht, jedoch nicht von mir.
Bei meinem Gespann habe ich eine andere Lösung für die letzte Ölung gefunden, weil im Beiwagen ja genug Platz ist für Ölpullen.


Da ist der künstliche Ausgang. Ich habe den org. Ölverschluss nach oben in den FZR Einlauf gesetzt und den Blindstopfen angebohrt und einen Schlauchvebinder eini g'presst.




Und das Pöttken. Es ist wirklich nur dort Platz unter der Sitzbank. Man hätte natürlich auch ein Trichterchen setzen können für den Einlauf. Mit Stöpsel drin gegen das Müffeln...
Das geht natürlich auch bei der Solo.


nach oben